Monaco - Cote d'Azur

Wenn man an der Côte d’Azur Ferien macht, sollte man mindestens einen Tag einplanen, um das Fürstentum Monaco zu besuchen. Viele sind anfangs etwas skeptisch. Denn schließlich eilt der Metropole im Süden Frankreichs das Klischee voraus, teuer, luxuriös und nur etwas für die Schönen und Reichen aus der ganzen Welt zu sein. Doch auch für Otto-Normalverbraucher lohnt sich ein Besuch im Fürstentum. Monaco wird auch Manhattan am Mittelmeer genannt. Dies verweist auf die stetige Bautätigkeit. Bereits in den 1970er-Jahren wurde der neue Stadtteil Fontvieille durch Aufschüttung dem Meer abgetrotzt. Allein schon wegen der Altstadt mit dem Meereskundemuseum von Jacques Cousteau, der pittoresken Kathedrale und natürlich dem einzigartigen Fürstenpalast. Monaco ist der am dichtesten besiedelte unabhängige Staat der Welt.

Einen Blick sollte man auf jeden Fall in das Meereskundemuseum werfen, auch wenn der Eintritt dort nicht billig ist. Etwa neun Euro müssen auf die Theke gelegt werden. Die wundervollen Seewasseraquarien allerdings entschädigen dafür und sind das Geld absolut wert.

Wenn man dann den Altstadtfelsen abgearbeitet hat, sollte man natürlich auch einen Abstecher nach Monte Carlo machen. Hier ist beispielsweise das Casino als wunderschöner Bau der Belle Epoque eine absolute Sehenswürdigkeit, die bei keiner Stadtrundfahrt fehlen sollte. Interessant ist allerdings nicht nur das Casino selbst, sondern auch die Leute, die darin ihr Glück versuchen. Allein das Anschauen dort macht schon so viel Spaß, da von Paradiesvögeln über Selbstdarsteller bis hin zu wirklich betuchten Menschen ihr Glück im Spiel suchen.

In Monaco wird man auf Schritt und Tritt verfolgt, was dem Umstand geschuldet ist, dass man dort fast überall von einer Videokamera gefilmt wird. Dies gehört zum Sicherheitskonzept des Fürstentums und ist auf ein Bestreben der Fürstenfamilie Grimaldi zurückzuführen.

Menschen, die nur nach Monaco reisen, um einen Prominenten zu treffen, sollten sich nicht darauf verlassen, dies auch in Tat umsetzen zu können. Natürlich ist es möglich, dass man dem einen oder anderen VIP in Monaco bzw. Monte Carlo über den Weg läuft. Schließlich haben ja genug neureiche und gut betuchte Menschen dort ihren Wohnsitz aufgeschlagen. Heute ist Monaco vor allem bei den Reichen der Welt als Wohnsitz begehrt, da der Stadtstaat weder Einkommensteuer noch Erbschaftsteuer erhebt und im Ausland begangene Finanzvergehen hier nicht verfolgt werden. Unternehmen in Monaco zahlen hingegen Steuern. Dennoch ist das mondäne Ambiente der Stadt viel schöner als das Spekulieren auf ein Treffen mit Boris Becker oder Michael Schumacher. Monaco hat schließlich auch ohne seine Promis genug zu bieten.

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