Nîmes - ein historisches Juwel

Bella Italia – und das mitten in Frankreich? Diesen Anschein erregt die Stadt Nîmes. Bis heute erinnert eine große Arena an das italienische Erbe der Stadt, das diesen Ort von allen anderen Regionen der Côte d’Azur unterscheidet. Dieser architektonische Reichtum beschert Nîmes den Beinamen "Die Antike in der Gegenwart". Doch Nîmes ist noch mehr. Die Stadt ist ein historisches Juwel, in dem über das gesamte Jahr hinweg große Feste gefeiert werden.

Blick über Nîmes
Blick über Nîmes

Nîmes Informationen

Verwaltungsbezirk   Nîmes
Fläche:   162 km²
Einwohnerzahl:   151 000
Postleitzahl:   30000 & 30900

Geschichte in Nîmes hautnah erleben

Nach ihrer Gründung im 6. Jahrhundert v. Chr. wurde die Stadt Nîmes um 120 v. Chr. durch Römer besiedelt. Während ihrer Herrscherzeit hinterließen die Römer der Stadt ein reiches Erbe, von dem Nîmes bis heute zehrt. Nachdem das Gebiet in der Antike stetig florierte, leitete das Mittelalter ein dunkles Kapitel ein. Bevölkerungszahlen gingen massiv zurück. Mehrere Stadtviertel verkamen zusehends. Diese düsteren Zeiten konnten erst gegen Ende des 14. Jahrhunderts beendet werden, als der Handel mit Wein und Oliven ein neues Zeitalter voller Zuversicht und Hoffnung einleitete. Diese goldenen Zeiten setzten sich über das 15. Jahrhundert fort und weiteten sich sogar aus, indem sich die Stadt am Handel mit Stoffen sowie dem In- und Export beteiligte. Zunehmend fokussierte sich der Handel auf den Weinanbau sowie die Herstellung von Olivenöl. Heute ist Nîmes weit über die Stadtgrenzen hinaus für seine atemberaubende Architektur bekannt.

Die schönsten Attraktionen

Die Arena von Nîmes ist das wichtigste Wahrzeichen der Stadt. Dieses Amphitheater wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. errichtet. Keinem Besucherauge wird es entgehen, dass das römische Kolosseum als Amphitheater diente. Heute ist die Arena eines der besterhaltenen Amphitheater der Welt, in dem regelmäßig Veranstaltungen wie Stierkämpfe oder Konzerte stattfinden. Von ebenso großer Anmut ist das Maison Carrée. Dieser Tempel des Kaiser Augustus aus dem 1. Jh. v. Chr. geht heute als besterhaltener und stilistisch reinster Tempel aus römischen Zeiten in die Geschichte ein. Im Antlitz der Moderne spiegelt sich das Carré d'Art. Hinter den modernen gläsernen Fassaden befindet sich heute ein Museum für zeitgenössische Kunst.

Der Tour Magne ragt als prachtvollster und höchster Turm der alten römischen Stadtmauer über Nîmes. Von dem 32 Meter hohen Prachtbau ist der Jardins de la Fontaine nur wenige Meter entfernt. Als Garten der Fontäne schreibt die "Wiege der römischen Stadt" Geschichte. Diese Gartenanlage ist mit weißen Steinen aus Lens und römischen Ruinen des Temple de Diane verziert. Das Ensemble schönster Sehenswürdigkeiten wird durch das Museum der Stierkampfkulturen oder die Kathedrale Notre Dame et Saint Castor komplettiert.

Bild vom Amphitheater von Nîmes
Das Amphitheater von Nîmes
Bild vom Garten Jardins de la Fontaine
Der Garten Jardins de la Fontaine

Veranstaltungen in Nîmes: hier ist viel los

Den Jahresauftakt bietet das Flamenco-Festival im Januar, bei dem Flamenco-Tänzer, Gitarristen und Musiker vertreten sind. An einem Wochenende im April oder Mai werden Besucher bei den Römischen Spielen auf eine Zeitreise eingeladen, in der das Römische Reich bei Ausstellungen oder Kämpfen eine Wiederauferstehung erlebt. Die Sommersaison wird durch die Pfingst-Feria zu Pfingsten eröffnet. An diesem sechstägigen Pfingstfest nehmen pro Jahr rund 1 Million Feierfreudige teil. Wird das Festival de Nîmes im Sommer gefeiert, sorgen Gaststars wie Elton John oder David Guetta für ausgelassene Stimmung. Die Courses Camarguaises finden dreimal im Jahr in der Arena statt. Werden die Tore des Amphitheaters für die Stier-Spiele geöffnet, dürfen sich Zuschauer auf ganz besondere Stierkämpfe einstellen. Bei diesen Showkämpfen werden die Tiere bewusst nicht verletzt. Die Aufgabe der Stierkämpfer ist es, eine Art Schleife vom Kopf der Tiere zu entfernen.

Ausflugsziele in der Nähe

Eigentlich ist Nîmes viel zu schön, um das Städtchen für Ausflüge in die Region zu verlassen. Wer die französische Mittelmeerküste mit all ihren Facetten kennenlernen möchte, wird einen Abstecher nach Remoulins nicht bereuen. In dieser kleinen Ortschaft setzen Urlauber ihre Reise in die Vergangenheit fort. Das Aquädukt ist nicht nur eines der am besten erhaltenen römischen Bauwerke des gesamten Landes. Fachkundige stufen den "Pont du Gard" als besterhaltenes Brückenbauwerk der Römer ein. Bis heute verbindet die 49 Meter hohe Konstruktion Nîmes und Uzes miteinander.

Anreiseoptionen in Richtung Nîmes

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um nach Nîmes zu reisen. Eine Flugreise ist jedoch die mit Abstand kürzeste Alternative. Beispielsweise starten ab Köln regelmäßig Flüge nach Marseille, dem nächstgelegenen Airport. Anschließend steht ein Shuttlebus zum Hauptbahnhof in Marseille zur Verfügung. Von diesem Bahnhof besteht eine Bahnverbindung ins rund 120 Kilometer entfernte Nîmes. Möglicherweise ist eine Flugreise zum Flughafen Nîmes-Garons eine weitere interessante Option. Eine ausschließliche Anreise mit der Bahn ist eine weitere Option. Allerdings nimmt diese Anfahrts-Methode wesentlich mehr Zeit in Anspruch und dauert mindestens 14 Stunden an. Anreisen mit dem Auto nehmen Autofahrer über die Autobahn A9 sowie im Anschluss die A54 vor. An dieser Stelle wählen Reisende die Abfahrt "Nîmes".

Die besondere Seite der Stadt

Wer auf einer Reise an die Côte d'Azur Geschichte einatmen möchte, wird Nîmes lieben. Dieses historische Ausflugsziel lockt mit Prachtbauten, die jeden Besucher ins Staunen versetzen. Der Heimat von Autorennfahrer Dino Lunardi oder Schauspielerin Bernadette Lafont gelingt es, Vergangenheit und Gegenwart harmonisch zu vereinen. Deshalb stehen in dieser Stadt geschichtsträchtige Bauwerke modernen Prachtbauten gegenüber.


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