Burg Roquebrune-Cap-Martin

Ausflüge nach Roquebrune-Cap-Martin führen in eine französische Gemeinde, die sich an der Côte d’Azur nahe Menton und Monaco erstreckt. Roquebrune-Cap-Martin ist ein kleines charmantes Dorf, das sich über der Küstenregion erhebt und zu entspannten Spaziergängen am Rande des Meeres einlädt. Pittoreske gewölbte Durchgänge und malerische kleine Gassen säumen das Stadtbild. Bereits dieser Anblick lässt Erinnerungen ans Mittelalter aufkommen. Und für dieses Zeitalter gibt es in Roquebrune-Cap-Martin auch zahlreiche architektonische Zeitzeugen, denen die Burg Roquebrune-Cap-Martin angehört.

Burg Roquebrune-Cap-Martin
Überreste der Burg Roquebrune-Cap-Martin

Das einstige Besitztum der Grimaldis

Dieses Kastell ist ein Ende des 10. Jahrhunderts von Conrad I. - seines Zeichens der Graf von Ventimiglia – errichtetes Bauwerk, das nach seinen einstigen monegassischen Besitzern ebenfalls als Burg Grimaldi benannt ist. Mit der Errichtung der Festung verfolgten die Menschen vor Ort einen besonderen Zweck. Dadurch sollten Angriffe der Sarazenen abgewehrt werden, die bereits im Vorfeld um eine Machtübernahme für die Region kämpften.

Deshalb ist der Standpunkt der Höhenburg besonders strategisch clever gewählt. Anmutig thront das Kastell auf dem höchsten Punkt der Gemeinde. Dank dieser großen historischen Bedeutung befindet sich die Anlage seit Februar 1927 auch als Monument historique unter Denkmalschutz.

Stetige Umgestaltungsmaßnahmen über mehrere Jahrhunderte hinweg

Das Besitztum ging nach dem Grafen von Ventimiglia auf die Grafen der Provence über. Anschließend gehörte die Burg der Republik Genua, um daraufhin über mehrere Jahrhunderte hinweg den monegassischen Grimaldi zur Verfügung zu stehen. Voller Hingabe bemühten sich die Grimaldis darum, die Anlage nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Deshalb entschied sich die Familie auch dafür, die Artillerie zur Verteidigung in die Burg umzulegen. Anfangs galt die Burg noch als festungsähnliche Anlage, die das einstige Dorf mit einer Schutzmauer und sechs dazugehörigen Toren umrandete.

Während des 15. Jahrhunderts öffnete sich ein neues Kapitel für die Burg Roquebrune-Cap-Martin. Denn ab diesem Jahrhundert übernahm der Donjon die Betitelung der Burg. Der verbleibende Teil der Anlage wurde Schritt für Schritt mit neuen Wohnbauten aufgewertet, bis das Dorf in seiner heutigen Form komplett erschaffen wurde.

Wechselnde Besitzer im 19. und 20. Jahrhundert

Im Jahr 1808 entschieden sich dann fünf Bewohner der Ortschaft dafür, die Burg zu erwerben. Rund 100 Jahre später erwarb der Brite Sir William Ingram das Anwesen. Genau zehn Jahre überließ der Brite das Kastell der Gemeinde als Schenkung.

Der Donjon ist in Frankreich einzigartig

Das Besondere an der Burg Roquebrune-Cap-Martin ist zweifelsohne der Donjon. Dieses 26 Meter hohe und mit bis zu vier Meter dicken Mauern ausgestattete Bauwerk ist landesweit der älteste noch immer erhaltene Bau seiner Art. Die Innenräume des Donjon werden von einem Empfangssalon, dem Wachensaal sowie den einstigen Gemächern der Grafenfamilie verziert. Von seiner Terrasse bzw. Plattform aus gibt dieser Teil des Donjons einen mitreißenden Blick über die Stadt selber, das Mittelmeer, Cap Martin, den Mont Agel und das Fürstentum Monaco frei. Dieser Panoramablick wird Besuchern vermutlich für sehr lange Zeit in Erinnerung bleiben.


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