Lérins Inseln

Rund fünf Kilometer vor der südfranzösischen Küste vor Cannes erstreckt sich mit den Îles de Lérins eine paradiesische Naturlandschaft, die man gesehen haben sollte. Insgesamt vier Inseln gehören dieser Inselgruppe an, die heute unter Naturschutz steht. Die Île Saint de la Tradeliere sowie Saint-Ferréol sind die zwei kleineren Lérins Inseln. Die Saint-Honorat sowie die Sainte-Marguerite sind die größeren und wesentlich bekannteren Inseln.

Bild von Sainte Marguerite - die größte der Lérins Inseln
Sainte Marguerite - die größte der Lérins Inseln

Ein Kloster mit sieben Kapellen und eine Burg sind auf den Lérins-Inseln zu Hause

Auf Schifffahrten erreichen Reisende die Lérins Inseln, die als Heimat einer Abtei, einem Kloster mit befestigter Südseite, sieben Kapellen, einem Kreuzgang, einer Kirche sowie dem Fort Royal bekannt sind. Dieses berühmte Fort Royal befindet sich auf der Insel Sainte-Marguerite und diente in der Vergangenheit als Gefängnis des hochadligen ‚Mannes mit der eisernen Maske’. Dementsprechend war das Eiland vermutlich der Schauplatz des Romans ‚Die drei Musketiere’. Der Erzählung zufolge ist das Gefängnis bereits auf der Insel gewesen, nachdem D’Artagnan seinen königlichen Zwillingsbruder in Gefangenschaft auf Befehl des Königs hierher bringen ließ. Heute ist in das Fort ein Museum integriert, in dessen Zellen Besucher sogar übernachten können. Neben dieser Festung sind auf der Insel Sainte-Marguerite ein Museum, mehrere Restaurants und einige Liegenschaften zu Hause. Während die zwei kleinsten Inseln des Archipels vollkommen unbewohnt sind, ist dieses Eiland sogar so groß, dass die Straßen mit Namen gekennzeichnet werden müssen.

Auf der Insel Saint-Honorat lebt eine Mönchsgemeinde

Die Lérins Inseln

Die zweitgrößte der Lérins-Inseln, die Insel Saint-Honorat, ist Teil einer Mönchsgemeinde, deren Kloster einen Großteil des Eilands vereinnahmt. Die dazu gehörige Abtei Lérins wurde zwischen 400 und 410 n. Chr. vom Heiligen Honoratus von Arles ins Leben gerufen. Während des fünften und sechsten Jahrhunderts wurden in diesem Kloster zahlreiche Bischöfe ausgebildet – und einer von ihnen war kein Geringerer als Patrick von Irland. Heute leben in dem Kloster der etwa 1,5 Kilometer langen Insel etwa 30 Mönche. Die Insel Saint-Honorat ist allerdings nicht nur ein beliebter Schauplatz Ruhe suchender Spaziergänger. Ebenso bekannt ist dieses Eiland für seine versteckten geheimnisvollen Buchten, die wie für Menschen geschaffen sind, die die Einsamkeit lieben. Parkähnliche von Kakteen und Pinien verzierte Landschaften durchkreuzen das Eiland – genauso wie die das Kloster umgebenden Weinberge. Auf diesen Weinbergen gedeihen Reben, die für die Herstellung des Weines "Vigne du Seigneur" verwendet werden. Nicht nur für Liebhaber eines edlen Tropfens lohnt es sich, diese Spezialität zu verkosten.

Die Zwerge unter den Lérins-Inseln

Im direkten Vergleich mit der 3,2 Kilometer langen Insel Sainte-Marguerite wirkt die Insel Saint-Ferréol beinahe wie ein Zwerg. Dieses Eiland ist nur 222 mal 160 Meter groß und so klein, dass dieses Fleckchen Erde komplett unbewohnt ist. Die Île saint de la Tradeliere ist mit einer Fläche von 240 mal 95 Metern sogar noch kleiner und ebenfalls unbewohnt.


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